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Adventsengel: Kleine Boten für große Freude und neue Kontakte

Adventsengel
Dieses herzerwärmende Projekt zeigt, wie mit minimalem finanziellem Aufwand und viel bürgerschaftlichem Engagement soziale Isolation im Alter bekämpft werden kann. Durch die Verteilung selbstgemachter Engel an alleinlebende Senior*innen werden niederschwellige Besuchsgelegenheiten geschaffen, die den Zusammenhalt im Quartier stärken. Für Standorte, die nach einer sympathischen Türöffner-Aktion suchen, um mit der älteren Generation ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig lokale Talente (wie „Strickdamen“) einzubinden, ist dieses Projekt eine ideale Inspiration.
Datum:
Veröffentlicht: 2.12.25
Von:
Luisa Engelhardt

Ausgangssituation

Die Idee entstand innerhalb einer Strickgruppe im „Caritas-Quartiersstützpunkt Steinwiesen“. Das Bedürfnis, anderen Menschen in der dunklen Adventszeit eine Freude zu bereiten und Hoffnung zu schenken, bildete den Grundstein für die Aktion.

Zielsetzung

Identifiziert wurde ein Bedarf an sozialem Kontakt, insbesondere bei alleinlebenden Senior*innen im Gemeindegebiet. Ziel war es, Freude zu schenken, Einsamkeit entgegenzuwirken und gleichzeitig über die Angebote des Quartiersstützpunktes zu informieren.

Maßnahmen

Engagierte Bürgerinnen häkelten über 80 Adventsengel aus Wollspenden. Die Quartiersmanagerin erstellte Infozettel mit einem Gedicht und Kontaktinfos. Über einen Aufruf im Mitteilungsblatt wurden freiwillige „Engelsboten“ gesucht. In Kooperation mit lokalen Akteuren (Pfarreien, Caritas-Sozialstation) wurden die Beschenkten identifiziert und die Engel persönlich an den Haustüren übergeben.

Wirkung

Innerhalb kürzester Zeit wurden alle Engel verteilt. Die Aktion reaktivierte soziale Kontakte in der Nachbarschaft und knüpfte neue Verbindungen. Die „Strickdamen“ erfuhren große Anerkennung für ihr Können, während die Beschenkten und beteiligten Akteure tiefe Dankbarkeit zeigten. Das Projekt steigerte zudem die Bekanntheit des Quartiersstützpunktes.

Ressourcen

Die Kosten waren minimal (nur Papier, Tüten und Geschenkband), da die Wolle gespendet wurde. Der zeitliche Aufwand für die Quartiersmitarbeiterin hielt sich durch die hohe Eigenleistung der Ehrenamtlichen bei der Herstellung und Verteilung in Grenzen.

Standorte

Steinwiesen