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Demenzfrüherkennung im Quartier: Niederschwellige Screeningtage in Kooperation mit der Forschung

digiDEM-Bayern-Online-Fragebogen
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie die Quartiersarbeit als Brücke zwischen hochspezialisierter Forschung und der lokalen Bevölkerung fungieren kann. Durch die Kooperation mit „digiDEM Bayern“ wurden wissenschaftlich fundierte Gedächtnistests direkt in den Sozialraum gebracht, um Barrieren abzubauen und frühzeitige Gewissheit zu schaffen. Für andere Standorte bietet dieses Format eine hervorragende Möglichkeit, das Thema Gesundheitsprävention professionell zu besetzen und sich als kompetenter Ansprechpartner für die Zielgruppe der Senior*innen zu profilieren.
Datum:
Veröffentlicht: 13.1.26
Von:
Mareike Link

Ausgangssituation

Demenzerkrankungen werden laut „digiDEM Bayern“ oft zu spät diagnostiziert, was die Behandlungsmöglichkeiten einschränkt. Um dem entgegenzuwirken, hat das Projekt „Zusammen im Quartier“ (Standorte Altenkunstadt, Bad Staffelstein und Ebensfeld) das bayernweite digitale Demenzregister als Kooperationspartner gewonnen, um das wissenschaftliche Screening-Angebot lokal verfügbar zu machen.

Zielsetzung

Hauptziel ist es, Menschen ab ca. 63 Jahren eine kostenlose und anonyme Überprüfung ihrer Gedächtnisleistung zu ermöglichen. Der identifizierte Handlungsbedarf liegt in der Schaffung von Klarheit für Betroffene und Angehörige sowie in der Enttabuisierung des Themas Demenz im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche.

Maßnahmen

Die Quartiersarbeit übernahm die gesamte lokale Organisation: Absprache mit der Forschungspartnerin, Auswahl und Bereitstellung geeigneter Orte (z. B. Feuerwehrhaus Ebensfeld), intensive Öffentlichkeitsarbeit über Presse und Aushänge sowie das Terminmanagement. Während der Screeningtage wurden die Teilnehmenden betreut und mit ergänzendem Informationsmaterial zum Thema Demenz versorgt.

Wirkung

Insgesamt 60 Personen nahmen das Angebot an fünf Screening-Tagen wahr. Das Projekt leistete einen wichtigen Beitrag zur Demenzforschung und stärkte die Rolle des Quartiersprojekts als zentrale Anlaufstelle. Betroffene erhielten eine fundierte Empfehlung, ob eine weiterführende ärztliche Abklärung ratsam ist, was die Versorgungssituation im Quartier nachhaltig verbessert.

Ressourcen

Für die Teilnehmenden und den Standort entstanden keine finanziellen Kosten. Der zeitliche Aufwand für die Quartiersmitarbeiterinnen betrug ca. 12 Stunden (5 Stunden Organisation, 7 Stunden Durchführung am Screeningtag).

Standorte

Ebensfeld