Zum Inhalt springen

Pflege verbündet: Interkommunale Vernetzung gegen den Pflegenotstand

Vernetzen
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Quartiersarbeit als Moderatorin und Strategin fungieren kann, um die regionale Pflegeinfrastruktur zu stärken. Durch die Etablierung eines Runden Tisches werden professionelle Pflegeakteure aus verschiedenen Kommunen vernetzt, um auf Basis einer fundierten Bedarfserhebung gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Für Standorte, die vor der Herausforderung eines zunehmenden Pflegenotstands stehen, bietet dieses Projekt ein systematisches Best-Practice-Modell, um Akteure zu vereinen und die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern.
Datum:
Veröffentlicht: 21.1.26
Von:
Mareike Link

Ausgangssituation

Die Standorte Bad Staffelstein und Ebensfeld arbeiten im Rahmen der Förderrichtlinie „Gute Pflege in Bayern“ interkommunal zusammen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass isolierte Angebote oft nicht ausreichen, um den komplexen Herausforderungen in der Pflege zu begegnen. Das Projekt startete im Juli 2025 mit einer intensiven Vorbereitungsphase.

Zielsetzung

Hauptziel ist die Etablierung eines dauerhaften Netzwerks professioneller Pflegeakteure (Pflegedienste, Heime, ambulante Dienste). Auf Basis einer wissenschaftlichen Bedarfserhebung (Interviews und Fokusgruppen) soll die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden, um Versorgungslücken – etwa in der Hauswirtschaft oder bei Entlastungsangeboten – gemeinschaftlich zu schließen.

Maßnahmen

Das Projektteam führte zunächst neun Experteninterviews mit Pflegeakteuren sowie eine Fokusgruppen-Gesprächsrunde mit Betroffenen durch. Die Ergebnisse wurden visuell aufbereitet und am 13. November 2025 bei einem ersten „Runden Tisch“ im Rathaus Ebensfeld vorgestellt. Dort wurden Themen priorisiert und weitere Termine (nächster Termin: März 2026) festgeschrieben, um die Kooperation zu verstetigen.

Wirkung

Das Projekt hat bereits bei seinem ersten Treffen eine sehr hohe Beteiligung erzielt und die Basis für ein „Netzwerk Pflege“ geschaffen. Durch die Zusammenführung der unterschiedlichen Perspektiven (Akteure vs. Betroffene) wurde eine gemeinsame Sprache gefunden, die es ermöglicht, dem Pflegenotstand in der Region Bad Staffelstein und Ebensfeld gemeinschaftlich und koordiniert zu begegnen.

Ressourcen

Der Aufwand war mit insgesamt ca. 70 Arbeitsstunden (Leitfadenerstellung, 30h Interviews, 23h Auswertung, 8h Durchführung) erheblich. Die Kosten beschränkten sich auf Fahrtkosten, Material und Verpflegung. Die fachlichen Ressourcen wurden durch das Team von „Zusammen im Quartier“ eingebracht.

Standorte

Ebensfeld
Bad Staffelstein
Altenkunstadt