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Rikscha Projekt

Rikschafahrt durchs Leitschtal
Kostenlose, durch Ehrenamtliche durchgeführte Rikscha-Fahrten ermöglichen älteren oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen wieder aktiv am Gemeindeleben teilzuhaben.
Datum:
Veröffentlicht: 6.2.25
Von:
Luisa Engelhardt

Ausgangssituation/Hintergrund

Hintergrund war die Fragestellung wie es gelingen kann älteren Menschen, die ihr Wohnumfeld nicht mehr selbstständig verlassen können, trotzdem wieder ein Stück Teilhabe, Aktivität und soziale Kontakte zu ermöglichen.

Zielsetzung/Handlungsbedarf

  • Der Vereinsamung und Islolation von mobilitätseingeschränkten älteren Menschen im Gemeindegebiet entgegenwirken.
  • Das Gemeinschaftsgefühl und Miteinander im Gemeindegebiet stärken.
  • Die Rikscha soll Jung und Alt verbinden und Menschen die nicht mehr in der Lage sind ihre Wohnung selbst zu verlassen befähigen gemeinsam mit Hilfe der Rikscha und einem Fahrer/einer Fahrerin z.B. wieder kleine Besorgungen zu erledigen, Bekannte zu treffen, Unternehmungen zu machen und somit wieder aktiv am Gemeindeleben teilzuhaben.

Konkrete Maßnahmen

  • Ehrenamtliche Rikschafahrer/innen unternehmen mit älteren Menschen aus dem Gemeindegebiet kleine kostenlose Ausfahrten. Wohin es gehen soll überlegen Fahrgast und Rikschafahrer dabei gemeinsam. Das kann zum Beispiel ein Ort sein der zu Fuß schon lange nicht mehr erreichbar ist, oder der für den Fahrgast eine besondere Bedeutung hat. Vom Besuch des Familiengrabes auf dem Friedhof bis hin zum Lieblings-Biergarten oder der Eisdiele ist hier alles denkbar. Aber auch kleine Besorgungen können gemeinsam mit der Rikscha und einem ehrenamtlicher Unterstützung wieder selbst erledigt werden ebenso wie kleine Ausflüge in die Natur.
  • Die Vermittlung und Koordination der Fahrten wird vom Caritas-Quartiersstützpunkt durchgeführt.

Wirkungen und Nutzen

  • Die Fahrgäste erleben nicht nur sozialen Kontakt mit dem/der Rikscha/fahrerin sondern kommen mit (bekannten) Menschen ins Gespräch und erfahren Aktivität und Selbstwirksamkeit. Das Sitzen im der Rikscha weckt zudem biografische Erinnerungen und ermöglicht es Orte zu erreichen, die aufgrund einer Gehbehinderung schon lange nicht mehr erreichbar waren.
  • Durch die Einbindung verschiedener lokaler Akteure als Unterstützer des Projektes (Gemeindeverwaltung, Kommunalentwicklung, Seniorenkreise, Sozialstation, Tourismusbüro, etc.) wurde durch die Rikscha auch das "Gemeinschaftsgefühlt" zwischen den einzelnen lokalen Akteuren im Bereich Seniorenarbeit gestärkt.
  • Über das Rikschaprojekt erhält die Quartiersmanagerin einen Zugang zu denjenigen älteren Menschen, die aufgrund ihrer Mobilitätseinschränkungen nicht mehr selbstständig an den Angeboten im Nachbarschaftstreff teilnehmen können. (die Rikscha fungiert oft als Türöffner auch für die Bekanntmachung und Inanspruchnahme  z.B. der Beratungsangebote des Quartiersmanagements) 

Zeitlicher Aufwand und Kosten

Hoher zeitlicher sowie finanzieller Aufwand:

  • Gewinnung, Schulung und Betreuung der Ehrenamtlichen Rikschafahrer/innen
  • Kontinuierliche Bewerbung des Angebotes
  • Suche nach Kooperationspartnern und Sponsoren
  • Klärung von Versicherungsfragen
  • Koordination und Vermittlung der Rikschafahrten
  • Instandhaltung/Wartung der Rikscha
  • Die Anschaffungskosten für die Elektrorikscha (ca. 8000 Euro) wurden im Rahmen der Teilnahme am Projekt "Rikschas für Oberfranken" von der Adalbert-Raps-Stiftung getragen.
  • Jährlich anfallende Kosten von mind. 600-800 Euro für Wartung und Repartur sowie die Versicherung der Rikscha und der Ehrenamtlichen.

Standorte

Steinwiesen