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Offener Mittagstisch

Offener Mittagstisch
Der Offene Mittagstisch zeigt, wie aus einer alltäglichen Notwendigkeit ein lebendiges Begegnungsformat werden kann. Durch eine kluge sozialräumliche Kooperation mit dem Don Bosco Jugendwerk und dem Klemens-Fink-Zentrum wird hier ein barrierearmes Angebot geschaffen, das Einsamkeit im Alter effektiv durchbricht. Das gemeinsame Essen bietet den idealen, ungezwungenen Rahmen für generationenübergreifenden Austausch und nachbarschaftliche Vernetzung.
Datum:
Veröffentlicht: 5.5.26
Von:
Anja Münzel

Ausgangssituation/Hintergründe

  • Einsamkeit im häuslichen Umfeld: Viele ältere oder alleinstehende Menschen im Quartier Bamberg-Südwest stehen vor der Herausforderung, dass das tägliche Kochen für eine Person mühsam ist und das Einnehmen von Mahlzeiten in sozialer Isolation stattfindet („Alleine zu Hause essen ist langweilig?“).
  • Nutzen bestehender Netzwerke: Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat das Stadtteil-Büro Südwest bestehende sozialräumliche Ressourcen miteinander verknüpft: Die kulinarische Expertise des regional verankerten Don Bosco Jugendwerks und die Räumlichkeiten des Klemens-Fink-Zentrums. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und getragen von der Caritas, wurde so ein regelmäßiger Anlaufpunkt im Viertel geschaffen.

Zielsetzung/Identifizierter Handlungsbedarf

  • Begegnungsräume schaffen: Das Projekt zielt darauf ab, Einsamkeit im Alter und sozialer Isolation aktiv entgegenzuwirken.
  • Niederschwellige Gemeinschaft: Der identifizierte Handlungsbedarf liegt darin, ein bezahlbares, gesundes und vor allem geselliges Mittagsangebot direkt im Wohnquartier zu etablieren, das über das bloße Essen hinausgeht und Gelegenheiten für Austausch, Partizipation und nachbarschaftliche Kontakte („Miteinander“, „Alt und Jung“) bietet.

Konkrete Maßnahmen

  • Fester Mittagstisch: Das Stadtteil-Büro organisiert einen 14-tägig stattfindenden, offenen Mittagstisch, jeweils dienstags von 12:00 bis 14:00 Uhr.
  • Räumliche und logistische Umsetzung: Als barrierefreier Veranstaltungsort dient das Vereinslokal im Klemens-Fink-Zentrum (Babenbergerring 1). Das Essen (bestehend aus Hauptgericht, Dessert sowie Kaffee oder Tee) wird in der Küche des Don Bosco Jugendwerks frisch zubereitet und direkt angeliefert.
  • Zugangsmanagement: Um Planungssicherheit zu gewährleisten, erfolgt die Teilnahme ausschließlich über eine vorherige telefonische Anmeldung beim Stadtteil-Büro Südwest bis zum jeweils vorherigen Donnerstag.

Wirkung

  • Förderung der Nachbarschaft: Der Mittagstisch fungiert als soziale Drehscheibe im Quartier. Es entstehen regelmäßige Kontakte, die das Zugehörigkeitsgefühl stärken und informelle Hilfsnetzwerke unter den Gästen anstoßen.  
  • Schnittstelle zur Quartiersarbeit: Durch die Kopplung der Anmeldung und Organisation an das Stadtteil-Büro erhalten die Bürgerinnen und Bürger einen extrem niederschwelligen Zugang zu den Angeboten des Quartiersmanagements. Das Büro wird im Alltag der Menschen als verlässlicher Partner und „Kümmerer“ sichtbarer.  
  • Brückenschlag zwischen Generationen und Institutionen: Die Kooperation mit einer Jugendhilfeeinrichtung (Don Bosco) transportiert den Gedanken des generationenübergreifenden Zusammenhalts („Alt und Jung“) direkt auf den Teller und wertet das Klemens-Fink-Zentrum als lebendigen Treffpunkt auf.  

Ressourcen

  • Kosten für Teilnehmende: Ein kompletter Menüpreis beläuft sich auf moderate 8,00 €.  
  • Organisatorischer Aufwand: Das Projekt basiert auf der Koordination des Stadtteil-Büros (Quartiersmanagement) , der Logistik des Don Bosco Jugendwerks sowie dem personellen Einsatz des lokalen Mittagstisch-Teams vor Ort im Zentrum. Finanziell und strukturell abgesichert wird die Arbeit durch die Caritas und Landesmittel.

Standorte

Bamberg