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Ratsch Eck Roßtal

Rosstal Ratsch Eck
Das Projekt „Ratsch-Eck“ in Roßtal zeigt, wie sich Einsamkeit im Quartier wirksam begegnen lässt, ohne aufwendige Programme aufzusetzen. Durch die Kooperation von Quartiersmanagement und einer lokalen Bürger*innen-Initiative wurde aus ungenutzten Zeiten im Quartiersbüro ein lebendiger Treffpunkt. Jeden Donnerstag öffnen sich die Türen für Gesprächsbedarf, Gemeinschaft und frische Ideen bei Kaffee und Gebäck.
Datum:
Veröffentlicht: 7.8.26
Von:
Sarah Schenk

Ausgangssituation/Hintergründe

In vielen Kommunen und Quartieren fehlt es an niederschwelligen, konsumfreien Orten, an denen Bürger:innen unverbindlich zusammenkommen können. Aus einer Kooperation zwischen dem Quartiersbüro Roßtal (Trägerschaft Caritas Fürth) und der lokalen Bürger*innen-Initiative "Roßtal trifft sich" heraus entstand die Idee, die Räumlichkeiten des Quartiersbüros im Alten Rathaus als verlässlichen Begegnungsort für die Nachbarschaft zu öffnen.

Zielsetzung/Identifizierter Handlungsbedarf

Der zentrale Handlungsbedarf liegt im wirksamen Abbau von Einsamkeit und sozialer Isolation sowie in der Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, an dem Menschen soziale Kontakte knüpfen, Gemeinschaft erleben, ins Gespräch kommen oder Anliegen und Ideen für den Ort einbringen können – ohne Teilnahmehürden oder Verpflichtungen.

Konkrete Maßnahmen

Einmal wöchentlich (jeden Donnerstag ab 14:00 Uhr) werden die Türen des Quartiersbüros im Alten Rathaus für ein offenes Treffangebot („Ratsch-Eck“) geöffnet. Ehrenamtlich Engagierte der Bürger*innen-Initiative und die Quartiersmanagerin bieten Kaffee und Gebäck auf Spendenbasis an, hören zu und stellen den Raum für unkomplizierte Begegnungen und Austausch bereit.

Wirkung

Das Angebot wird sehr gut angenommen: Bereits in den ersten drei Monaten konnten über 50 Gäste begrüßt werden. Das Treffen hat sich als lebendiger Ort der Begegnung etabliert, stärkt das soziale Miteinander im Ort und bietet Anknüpfungspunkte für weitere zivilgesellschaftliche Initiativen.

Ressourcen

Das Angebot ist für die Besucher:innen kostenfrei (Kaffee/Snacks auf Spendenbasis). Der zeitliche Aufwand umfasst die wöchentliche Präsenz und Organisation (ca. 2–3 Stunden pro Woche). Die räumliche Infrastruktur wird über das bestehende Quartiersbüro abgedeckt; gefördert wird die Quartiersarbeit unter anderem durch die Deutsche Fernsehlotterie und den Markt Roßtal.

Standorte

Steinwiesen