Seniorengerechter Busfahrplan

Ausgangssituation/Hintergründe
In der Projektgruppe des Caritas-Quartiersstützpunkts Steinwiesen entstand die Idee, einen reduzierten, seniorengerechten Busfahrplan für die Buslinie 9 zwischen Steinwiesen und der Kreisstadt Kronach zu entwickeln. Hintergrund waren Rückmeldungen von Seniorinnen und Senioren, die sich durch unübersichtliche, klein gedruckte und komplexe Fahrpläne überfordert fühlten. Insbesondere war für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen schwer erkennbar, welche Fahrten mit barrierearmen Niederflurbussen durchgeführt werden und somit barrierefrei nutzbar sind.
Zielsetzung/Identifizierter Handlungsbedarf
Ziel des Projekts ist eine adressatengerechte, verständliche Informationsaufbereitung des bestehenden ÖPNV-Angebots. Dadurch sollen Hürden, Ängste und Unsicherheiten bei der Nutzung von Bussen abgebaut und ältere Menschen ermutigt werden, am öffentlichen Nahverkehr teilzunehmen und mobil zu bleiben.
Konkrete Maßnahmen
Unter Koordination der Quartiersarbeit gründete sich eine kleine Arbeitsgruppe aus interessierten Seniorinnen und Senioren. In Abstimmung mit der Mobilitätszentrale des Landkreises Kronach wurden die Verbindungen herausgefiltert, die mit stufenlosen Niederflurbussen bedient werden und somit auch mit Rollatoren oder Rollstühlen nutzbar sind. Diese Verbindungen wurden in ein gut lesbares, übersichtliches Layout gebracht. Ergänzend enthält der Plan Erklärungen zur Nutzung des lokalen Rufbus-Angebots, das umliegende Ortsteile anbindet. Der gedruckte Fahrplan liegt im Rathaus sowie im Quartiersstützpunkt aus und steht digital auf der Gemeindehomepage zum Download bereit. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch die Gemeindeverwaltung (Gemeindeblatt, App, Website) sowie lokale Seniorennetzwerke unterstützt.
Wirkung
Der Fahrplan stößt auf sehr hohe Akzeptanz: Die gedruckten Exemplare werden rege mitgenommen und von örtlichen Akteuren gezielt an ältere Bürgerinnen und Bürger weitergegeben. Zudem verzeichnet das Dokument auf der Gemeindehomepage kontinuierliche Aufrufe und Downloads. Vom Zielpublikum erhält das Quartiersmanagement regelmäßig positive Rückmeldungen über die spürbare Alltagserleichterung.
Ressourcen
Zeitlicher Aufwand: Ehrenamtliche Treffen der Arbeitsgruppe, redaktionelle und gestalterische Umsetzung durch die Quartiersarbeit sowie Koordinationsaufwand mit der örtlichen Mobilitätszentrale und der Gemeindeverwaltung.
Kosten: geringe Druckkosten für Plakate/Flyer bzw. Eigenfertigung im Quartiersbüro.